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Zypressen-Erle — Alnus glutinosa 'Imperialis'


Bild: NABU-Archiv

Die Zypressen-Erle, auch Bambus- oder Kaiser-Erle genannt, entstand um 1853. Sie ist vor allem in den botanischen Gärten und Parkanlagen Europas zu finden. Die Zypressen-Erle ist ein kleiner eleganter, mitunter etwas bizarrer Baum mit leicht überhängenden Zweigen. Auffallend sind die tief eingeschnitten ledrigen Blätter. Im Vergleich dazu sind die Blätter ihrer Art, die Schwarz-Erle (Alnus glutinosa), breit-oval bis fast rund. Die Zypressen-Erle wächst recht langsam.

Die Zypressen-Erle gedeiht, wie die Schwarz-Erle, an sonnigen bis halbschattigen Standorten mit nassen, schwach sauren Böden besonders gut. Diese findet man an Flussufern, in feuchten Niederungen oder Auen, die periodisch überschwemmt werden.

Das Holz der der Zypressen-Erle ist wie das der Schwarz-Erle unmittelbar nach dem Fällen weißgelb, nimmt aber durch Lufteinwirkung schnell eine orangerote Farbe an, die beim Trocknen wieder heller wird. Es wurde früher zu Holzschuhen, Spielzeug und Bleistiften verarbeitet. Heute wird das Erlenholz eher zur Möbelfertigung und in Räuchereien genutzt. Wegen seiner Beständigkeit im Wasser ist es auch für den Holzbau im Wasser gefragt. So verbaute man in Venedig neben Eichen- auch unzählige Erlenpfähle.

Erlenrinde und Erlenblätter färben gemeinsam mit Eisen Wasser schwarz. Damit wurde früher Leder gefärbt. Auch fanden Rinde und Blätter in der Heilkunde ihre Verwendung.


Höhe 6-10 m
Wuchs schlanke Krone
Blätter tief eingeschnitten mit lang zugespitzten, schmalen Lappen
Blüten männliche bilden bis zu 5 cm lange bräunliche Kätzchen, weibliche sitzen an der Basis, 5 mm lang, März bis April
Früchte sitzen in verholzenden, eiförmigen, ca. 1,8 cm langen Zapfen
Herkunft Mitteleuropa