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Verlauf

Apfeldorn — Crataegus lavallei 'Carrierei'


Bild: NABU-Archiv

Der Apfeldorn, auch Lederweißdorn genannt, entstand durch eine Kreuzung aus dem Hahnensporn-Weißdorn (C. crus-galli) und dem Mexikanischen Weißdorn (C. pubescens). Er wurde bereits 1870 in einem Arboretum in Frankreich entdeckt. Die Elternteile stammen wie etwa 1100 weitere Crataegus-Arten aus Nordamerika. Nur etwa 90 Arten kommen in Eurasien vor. Sein deutscher Name bezieht sich auf die apfelförmigen Früchte. Der lateinische Name geht, so wird angenommen, auf das griechischen Wort "krataios = hart, stark" zurück und bezieht sich auf das harte Holz. Die beiden anderen Worte sind die lateinisierte Namen des französischen Botanikers E. A. Carrière bzw. des Pflanzenliebhabers A. Lavallée, die im 19. Jahrhundert lebten.

Der Apfeldorn wird sowohl als Großstrauch wie auch als kleinkroniger Baum kultiviert. Seine Zweige tragen braunrote bis zu 5 cm lange Dornen. Die weißen Blüten erscheinen in graufilzigen Blütenständen. Sie heben sich sehr schön von dem dunkelgrünen Laub ab. Gleichzeitig locken die nektarreichen Blüten Wildbienen, Schmetterlinge und andere blütenbesuchende Insekten an. Die orangeroten Apfelfrüchte hängen noch lange nach dem Laubfall an den Ästen und werden von Vögeln, Mäusen und Hasen gefressen.

Aufgrund seiner reichhaltigen Blüte, des dunkelgrünen Laubes, den attraktiven Früchten und der bronze- bis rotbraunen Herbstfärbung ist der Apfeldorn ein beliebter Kleinbaum, der gern zur Gestaltung von kleinen Gärten, Vorgärten und als Alleebaum gepflanzt wird.


Höhe 5-7 m
Wuchs säulenartig
Blätter elliptisch, Rand gesägt, ledrig
Blüten bis zu 2,5 cm groß, weiß, Staubbeutel zuerst rosa, dann schwarz, Mai / Juni
Früchte kugelförmig, bis 2 cm groß, orangerot mit braunen Punkten, September / Oktober
Herkunft Frankreich