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Verlauf

Schlitzblättrige Birke — Betula pendula 'Dalecarelica'


Foto: NABU-Archiv

Die Schlitzblättrige Birke, auch Ornäs-Birke genannt, wurde 1767 von Hans Gustav Hjort im Wald seines Bauernhofes "Lilla Ornäs" in den Niederungen Dalarnas (Schweden) entdeckt. Carl von Linnè beschrieb 1781 als erster diesen Zufallssämling. Erst 1887 wurde diese Birke in Kultur genommen. Im selben Jahr zerstörte ein Sturm den Mutterbaum in Ornäs. Bis 1985 blieb die Kultivierung der Schlitzblättrigen Birke auf Schweden beschränkt.

Die Schlitzblättrige Birke fällt durch ihre tief eingeschnittenen Blätter auf. Zudem ist ihre Rinde auffallend hell, stellenweise reinweiß. Sie liebt es sonnig und toleriert jede Bodenart auch trockene, nährstoffarme Sandböden. Gern wird sie in Parks und Gärten gepflanzt. Frost verträgt sie bis ca. -30 °C.

Der Name Birke stammt vom indogermanischen "bhereg" ab. Es bedeutet "Hellschimmerer" und beschreibt die weiße Rinde und den lichten Wuchs. Die Birke ist auch heute noch ein wertvoller Rohstofflieferant. So lassen sich aus der Rinde Gefäße herstellen. Das Holz wird für Möbel, Furnier und Parkett genutzt. Auch als Brennholz ist es sehr beliebt, denn selbst im nassen Zustand brennt es nahezu ohne Rauch. Birkenteer und Birkenblätter werden zu Heilzwecken eingesetzt. Der zuckerhaltige Birkensaft lässt sich zu Wein vergären oder zu Kosmetika verarbeiten.


Höhe 10-16 m
Wuchs elegante, schmale Krone, Seitenzweige überhängend
Blätter wechselständig, tief gelappt, unregelmäßig gesägt
Blüten männliche gelblich, walzenförmig hängend / weibliche grünlich, walzenförmig, aufrecht; April / Mai
Früchte zylinderförmigen Fruchtzäpfchen mit winzigen geflügelten Nüsschen
Herkunft Süd-Schweden