Beispielbild
Verlauf

Hänge-Ulme — Ulmus glabra 'Pendula'


Bild: H.-R. Müller

Die Hänge-Ulme ist eine aus der Berg-Ulme (Ulmus glabra) hervorgegangen Zuchtform. Sie wurde um 1816 erstmals in England kultiviert. Sie ist ein kleiner Baum, dessen dicht verzweigte Äste sich flach, schirmartig ausbreiten und an den Triebspitzen überhängen. Oft ist sie doppelt so breit wie hoch. Nicht selten wird sie auch Lauben-Ulme genannt. Neben dem eigenwilligen Wuchs fällt sie durch die hübschen in Büschel angeordneten geflügelten Früchte auf. Sie liebt sonnige Standorte, verträgt aber auch Halbschatten. Die Hänge-Ulme benötigt nährstoffreiche Böden und eine gute Wasserversorgung. Sie wird gern in kleinen Gärten und Parkanlagen gepflanzt.

Seit 1920 werden die Ulmen durch das Ulmensterben dezimiert. Auch die Hänge-Ulme ist davon betroffen. Ursache dafür ist der 1918 aus Ostasien nach Europa eingeschleppte Schlauchpilz Ophiostoma ulmi, der durch den Großen oder Kleinen Ulmensplintkäfer (Scolytus scolytus und S. multistriatus) übertragen wird. Die Pilze wuchern im Splintholz und verstopfen die Wasserleitbahnen, die bei der Ulme nicht sehr zahlreich sind. Dadurch stirbt der Baum langsam aufgrund von Wassermangel ab.

Der Volksmund nennt die Ulme "Iffe", "Elme" oder "Ilme". Ortsnamen wie Iffendorf, Elmau oder Ilmenau weisen auf alte Ulmenstandorte hin. Die wissenschaftliche Bezeichnung "glabra = glatt" bezieht sich auf die glatte Rinde. Diese besitzt Gerbstoffe und wird in der Volksheilkunde verwendet.


Höhe bis 5 m
Wuchs dachartige Hängekrone
Blätter breiteiförmig, stark asymetrisch, 10-16 cm lang, dunkelgrün, sehr rau
Blüten braun-violett in Büscheln vor dem Laubaustrieb, März / April
Früchte in Büscheln, ringsum geflügelte Nuss, verkehrt eiförmig, erst grün, nach der Reife braunbeige
Herkunft England