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Verlauf

Kugel-Robinie — Robinia pseudoacacia 'Umbraculifera'


Bild: P. Weckerle

Die Kugel-Robinie ist ein kleiner Baum, der um 1813 in Österreich gefunden wurde. Er ist eine Mutation der Robinie (R. pseudoacacia), die aus dem Osten der USA stammt. CARL VON LINNÈ gab den Robinien, es gibt etwa 20 Arten, ihren Namen zu Ehren JAEN ROBIN (1550-1629), dem Hofgärtner von Heinrich IV und Ludwig XIII. Robinien gehören zu der Gruppe der Hülsenfrüchtler (Leguminosae), die sich durch den Besitz von Bakterien in den Wurzeln auszeichnen. Diese fixieren Stickstoff aus der Luft. Erst wenn die Wurzeln absterben, versorgen sie den Baum mit lebensnotwendigen Stickstoffverbindungen.

Die Kugel-Robinie Umbraculifera hat keine Blüten und kann daher nicht aus Samen gezogen werden. Auch über Stecklinge lässt sie sich schlecht direkt vermehren. Deshalb wird sie auf einen 180-225 cm hohen Stamm, meistens auf die Varietät R. p. vulgaris kopfveredelt. Sie bildet auch ohne Beschneiden eine echte Kugelkrone, die im Alter etwas abflacht und wie der Name Umbraculifera aussagt, dann einen Schirm bildet. Im Gegensatz zu der Art hat die Kugel-Robinie zierlichere und kleinere Blätter. Zudem besitzt sie keine Dornen. Sie bildet kaum Ausläufer und ist insgesamt anspruchslos. Optimal entwickelt sie sich jedoch auf nährstoffreichen, frischen bis mäßig trockenen Lehmböden.

Wie alle kleinen Bäume so wird auch die Kugel-Robinie für die Gestaltung von kleinen Gärten und begrenzten Flächen verwendet. Sie ist als Solitärbaum, als Baumpaar an Eingängen und Toren sowie für Baumreihen geeignet.


Höhe 4-6 m
Wuchs kugelförmige Krone, im Alter mehr flachrund
Blätter unpaarig gefiedert, bis 15 cm lang
Blüten keine
Früchte keine
Herkunft Österreich