Beispielbild
Verlauf

Säulen-Buche — Fagus sylvatica 'Dawyck'


Bild: Fa. Bruns

Die Säulen-Buche wurde 1864 in den Wälder von Dawyck (Schottland) gefunden. Erst 1913 führte sie die, in Weener (Ems) gelegene Baumschule "Hesse" (1879-1994), in Deutschland ein. Wie ihre Art, die Rot-Buche (Fagus sylvatica), ist die Säulen-Buche ein anspruchsloser Baum. Sie verträgt viel Schatten und vermag noch bei einem Sechzigstel des vollen Tageslichts zu gedeihen. Besonders gut wächst sie in Regionen mit nebelfeuchter Luft auf frischen bis feuchten, nahrhaften, warmen Böden. Auch in sonnigen Lagen mit einer ausreichenden Wasserversorgung gedeiht sie gut. Aufgrund ihres schlanken, eleganten Wuchses, selten mehr als 3 m breit, wird die Säulen-Buche gern in Parks und Gärten angepflanzt.

Wie ihre Verwandten bildet die Säulen-Buche borstige Fruchthüllen mit zwei dreikantigen Früchten, die Bucheckern, aus. Der Mensch nutzte die Bucheckern vorwiegend zur Ölgewinnung, da einige im Fruchtfleisch enthaltenen Substanzen leicht giftig sind. Diese bleiben beim Pressvorgang im Presskuchen zurück. Ohne Bedenken können jedoch ein paar Bucheckern verzehrt werden. Das frisch ausgetriebene Laub wurde früher zu Mus gekocht und die jungen, zarten Blätter als Brotbelag verwendet.

Die Bucheckern werden besonders gern von Eichhörnchen, Buchfinken, Eichelhähern und Schlafmäusen gefressen oder von diesen teilweise im Boden als Vorrat gehortet. Durch die Bedeckung mit feuchtem Laub oder Erde bleiben die Samen lange keimfähig. Damit tragen diese Tiere zur natürlichen Waldverjüngung bei.


Höhe 20-25 m
Wuchs großer Baum, säulenförmig, Seitenäste leicht wellenförmig
Blätter wechselständig 5-10 cm breit, elliptisch, glänzend und glatt an der Oberfläche
Blüten männliche langgestielt, kugelige Büschel
weibliche nur zwei-blütig, erste Blüte nach 15-20 Jahren, Mai
Früchte immer zwei einsamige Früchte (Bucheckern)
Herkunft Schottland (Großbritannien)