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Verlauf

Trauer-Weide — Salix x sepulcralis 'Tristis'


Bild: P. Weckerle

Die Echte Trauer-Weide (Salix babylonica) stammt aus West-China. Sie erreicht in unseren Breiten nicht die nötige Winterhärte. Deshalb wird in unseren Parkanlagen und Gärten als Trauer-Weide eine Varietät der Silber-Weide (Salix alba) gepflanzt. Unsere Trauer-Weide ist ein eindrucksvoller Baum mit langen, hängenden Zweigen. Bereits Napoleon (1769-1821) hatte auf St. Helena, wohin ihn Großbritannien internierte, unter einer Trauer-Weide, einer Salix babylonica, seinen Lieblingsplatz. Erst seit jener Zeit fand die Trauer-Weide in der Park- und Stadtgestaltung vermehrt Beachtung.

Unsere Trauer-Weide entstand durch Kreuzung um 1815 in Frankreich. Sie ist in der Regel ein männlicher Klon und bildet überwiegend männliche Blüten und kaum Früchte aus. Gelegentlich erscheinen weibliche Blüten in den männlichen Kätzchen.

Die Trauer-Weide wächst schnell und ist vielseitig einsetzbar. Sie gedeiht nicht nur auf feuchten, sondern auch auf trockenen Standorten. Aufgrund ihres malerischen Wuchses wird sie gern an Gewässern, aber auch im Stadtgebiet und im Straßenraum gepflanzt. Sie ist im Frühjahr eines der ersten Bienennährgehölze. Die Blätter dienen zahlreichen Schmetterlingsraupen wie die des Abendpfauenauges (Smerinithus ocellata) und Käfern wie dem Moschus-Bock (Aromia moschata) als Nahrung.

Wie die übrigen Weidenarten so kann auch die Trauer-Weide als Heilpflanze verwendet werden. Blätter und Rinde enthalten das Fieber senkende und schmerzlindernde Salicin. Besonders bei chronischen Kopfschmerzen wird ein Tee daraus empfohlen.


Höhe 15-25 m
Wuchs unregelmäßig breit gewölbte Krone
Blätter schmal-lanzettlich mit gesägten Rändern, silbrig behaart
Blüten männliche gelbe 7-8 cm lange Kätzchen, April / Mai
Früchte -
Herkunft Frankreich