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  Südliche Leineaue

Die Leine weist den Weg ...
Um die Vielfalt der Südlichen Leineaue erleben zu können, folgt man von Hannover aus flußaufwärts dem Lauf der Leine. Sie fließt durch die Ricklinger, Wülfeler und Laatzener Masch und dann an den Koldinger Teichen vorbei. In der Flussniederung liegen mehrere Landschaftsschutzgebiete sowie die beiden Naturschutzgebiete "Alte Leine" und "Leinetal zwischen Koldingen und Ruthe".
 

 
Der Fluss hat seinen Raum ...
Auenwälder bedeckten einst die Südliche Leineaue. Sie widersetzten sich lange Zeit der Kultivierung durch den Menschen. Ursache dafür war die enorme Kraft des strömenden Wassers. Seiten- und Altarme, Flutrinnen, Steilwände und Uferabbrüche, Röhrichte und feuchte Senken sowie kleinere und größere Tümpel bildeten sich durch die Dynamik des Wassers.

Auch heute noch wird die Südliche Leineaue vom Hochwasser durchströmt, das sich weiträumig ausbreiten kann. Dabei wird die Alten Leine zu einem Hochwasserarm der Leine. Allerdings kann das Hochwasser durch wasserbauliche Maßnahmen seine gestalterische Kraft nicht mehr entfalten.
 

 
Der Mensch verändert ...
Der Mensch nutzte den Auenwald in der hochwasserfreien Zeit des Sommers als Waldweide und als Holzquelle im Winter. Mit dem verstärkten Bedarf an Auelehm als Rohstoff verschwand der Auenwald. Nur kleine Reste, darunter das Koldinger Holz, bis Ende der 40er Jahre ein Hartholzauenwald, blieben erhalten.

Durch den Tonabbau entstanden Teiche von unterschiedlicher Tiefe. Noch während der Abbauphase siedelten sich zahlreiche Vogelarten an. Daneben entstanden zahlreiche Kiesteiche. Einige sind inzwischen aufgelassen und der Natur zurückgegeben worden.
 

 
Vielfalt erzeugt Vielfalt ...
Die Südliche Leineaue besitzt viele auentypische Strukturen mit der an sie angepassten artenreichen Flora und Fauna.

Trocken fallende Tümpel und Teiche, Gräben und Bachläufe, Altarme und Flutrinnen, Uferböschungen und -abbrüche, flache schlickige und kiesige Ufer, feuchte Senken, Feuchtwiesen und Röhrichte, Ruderal- und Hochstaudenfluren, trockene Wegränder und Böschungen, Feuchtgebüsche und Hecken sowie Reste des Hartholz- und Weichholzauenwaldes zeigen anschaulich die Vielfalt dieser Landschaft.

Hier leben z. B. Weißstorch, Pirol, Nachtigall, Eisvogel, Rotmilan und Graureiher, verschiedene Fledermaus-, Libellen- und Schmetterlingsarten, Gras- und Teichfrosch, Kamm-Molch und viele andere Tierarten, sei es das ganze Jahr über, nur zur Brutzeit oder auf dem Durchzug.

Vielfältig ist die Pflanzenwelt. Wiesenschaumkraut, Schwanenblume, Sumpfdotterblume, Sumpfschwertlilie, Lerchensporn und viele mehr sind hier heimisch.
 

 
Schutz allein reicht nicht ...
Wie in vielen Ballungsräumen so sind auch in der heutigen Region Hannover in den letzten 200 Jahren großflächig Auengebiete zerstört worden. Die noch verbliebenen benötigen deshalb dringend unseren Schutz. Unterstützen Sie deshalb diese Bemühungen und bleiben Sie auf den Wegen. Sie werden mit einer vielfältigen, interessanten und mit allen Sinnen erlebbaren Natur belohnt.

Fotos: Archiv NABU Laatzen (3), Eick von Ruschkowski (1)
 




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