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  Der Igel

Der europäische Igel
Der Igel ist ein in Europa heimisches, nachtaktives Wildtier, das außerhalb der Paarungszeit als Einzelgänger lebt. Er frisst überwiegend Insekten, aber auch Regenwürmer und Schnecken, auf keinen Fall mag er Obst oder Gemüse.
Von Juni bis August, gelegentlich nochmal im Herbst, pflanzen sich Igel, mit einer Wurfgröße von ca. fünf Nachkommen, fort. Die Sterberate bei Igelkindern ist jedoch sehr hoch. Bleiben die Temperaturen um Null Grad Celsius geht der Igel, dick und rund gefressen, in einen mehrere Monate dauernden Winterschlaf. Diesen verbringt er an einer trockenen geschützten Stelle, wie z.B. in Laubhaufen, Holzstößen, dichtem Gebüsch oder Hohlräumen in Mauern. Hier baut er sich ein Nest aus Gräsern und Laub.
In der heutigen Zeit leben die meisten Igel in Siedlungen, da sein natürlicher Lebensraum durch intensive Landwirtschaft zerstört wird. Die Vielfalt der Landschaft geht verloren und damit auch Nahrungs- und Lebensgrundlagen des einsamen Stachelritters.

Gefahren
Der Grund, warum viele Igel sterben, ist die steigende Zahl der Gefahren, die auf sie lauern. Der Mensch spart Zeit indem er elektrische Gartengeräte, wie Laubsauger und Fadenschneider benutzt, die enorme Verletzungen bei schlafenden Igeln verursachen oder sie töten. Chemische Insektenvernichtungsmittel im Garten eingesetzt, nehmen dem Igel einen großen Teil seiner Nahrung. Giftköder gegen Ratten oder Schnecken werden leider auch häufig von Igeln aufgenommen und führen zu Ihrem Tod. Unüberwindbare Hindernisse sind engmaschige Zäune, tiefe und steile Gruben und ungeschützte Wasserbecken mit steilen Kanten, aus denen sich der Igel nicht selbst befreien kann.

Das Igel-Paradies
Das Paradies für einen Igel ist ein pestizidfreier Garten mit vielen Versteckmöglichkeiten und heimischen Pflanzenarten, der von großmaschigen Zäunen umrandet ist. Hilfen wie z.B. ein Holzbrett am Teichrand und Abdeckungen auf Gruben ermöglichen es den Tieren diese Hindernisse zu überwinden. Der Einsatz elektrischer Gartengeräte, wie Laubsauger und Fadenschneider, sollte vermieden werden. Auch eingerichtete Trinkwasserstellen sind für den Igel von Vorteil.

Wichtig!
Es dürfen keine Igel aus Mitleid eingesammelt werden! Nur auffallend kranke Tiere sollten an kompetente Pflegestationen abgegeben werden. Gesunde Igel laufen lassen!

Links und Hilfe
Informationen vom NABU Bundesverband
Pro Igel e.V.
Igelhaus Grasdorf, Tel.: 0511-233161 oder Igel-Hotline: 0180-5555-9551
NABU Artenschutzzentrum Leiferde, Tel.: 05373-6677

Fotos: Archiv NABU Laatzen (2)
 




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